Wie seit vielen Jahren üblich, erküren die Ostschweizer ihren Meister resp. ihre Meisterin in Ebnat-Kappel, auf der für uns idealen Anlage.

23 Schützen hatten sich für den Kniendteil angemeldet. Kurzfristig erfolgte wegen Krankheit eine Abmeldung.

Vor einem Jahr wurden für die Teilnahme am kommandierten Final 384 Punkte benötigt. Diesmal lag die Limite bei 383 Punkten. Trotz der eher tiefen Hürde, bleiben die Finalteilnehmer weitgehend gleich. Die Rangliste des 40er Programmes wurde von Vater und Sohn Zellweger mit je, sehr guten 395 Punkten dominiert. Erstaunlich, dass bei acht 99er Passen keine 100er Passe gelingen wollte!

Der kommandierte Final begann mit einem Missgeschick. Den allerletzten Probeschuss konnte Podest-Mitfavorit Michael Götti nicht mehr auslösen. Ihm blieb daher nur der letzte Platz. In den ersten 10 kommandierten Schüssen gelang nur Andreas Schweizer mit 99 Punkten ein Spitzenresultat. Erstaunlich viele Neuner mussten ausgerufen werden. Positiv überraschte nach vielen Jahren wieder einmal Peter Brülisauer, der es bis auf Rang 4 brachte. Das weibliche Geschlecht wurde wiederum nur durch Sofia Ryser vertreten. Nach dem 8 Rang im Vorjahr gelang ihr mit Rang 5 eine deutliche Steigerung. Die drei Schützen der Sektion Herisau-Waldstatt machten die Podestplätze unter sich aus. Wobei sich der Qualifikationssieger Ralf Zellweger wegen einem Neuner im 15 Schuss mit Rang 3 zufriedengeben musste. Als beim 16 Schuss bei Ernst Zellweger eine Neun gemeldet wurde, dachten viele, der Sieger stehe fest. Aber auch Andreas Schweizer leistete sich eine Neun. Das darum notwendige Shoot-Off wurde im 3 Schuss entschieden, als sich Ernst wieder einen Neuner leistete. Mit Andreas Schweizer gewann derjenige Schütze, der das 40er-Programm nach nur einem Probeschuss in Angriff genommen hatte.

Den Stehendwettkampf nahmen am Nachmittag 10 Schützen in Angriff. Darunter auch drei U17&U21, vier Elite und zwei der Veteranenkategorie.

Im Vorjahr wurde schweizweit das Auflage-Schiessen für U17 und Veteranen eingeführt. Damit in der Ostschweiz überhaupt eine Startmöglichkeit bestehe, wurde an der Schiesskonferenz 2024 beschlossen, Auflageschützen an diesem Wettkampf zuzulassen. Die Finalteilnahme wurde ihnen aber aus verständlichen Gründen verweigert. Erfreulicherweise durften wir in diesem Jahr zum ersten Mal mit Christof Hehli einen Auflageschützen beim Wettkampf beobachten. Erstaunlich auch sein Resultat. Er erzielte 376 Punkte – genau gleich viel wie zuvor im Kniendwettkampf. Im 40er Programm dominierte Marcel Schilliger mit 385 Punkten vor seiner Vereinskollegin Larissa Bösch mit 383 Punkten. Im kommandierten Final mussten die beiden Jüngsten zuerst die Segel streichen. Der letztjährige Meister Andreas Schweizer musste mit Rang vier vorliebnehmen. Eine Podestentscheidung ohne Zellwegers ist im OASV auch eher eine Seltenheit. Schlussendlich konnte sich Larissa Bösch in ihrer Lieblingsstellung in ihrem Heimstand mit 153 Punkten deutlich durchsetzen. Gery Pfister, der OASV-Matchchef der sich erst im letzten Moment zur Teilnahme entschlossen hatte, zeigte dass er immer noch Erstaunliches leisten kann. Er wurde mit Rang zwei belohnt. Marcel Schilliger blieb wegen einem Achter im 15 Schuss «nur» der dritte Rang.

Beim Absenden durfte ich den diversen Helfern der Sektion Ebnat-Kappel ganz herzlich danken. Die kommandierten Finals leitete der Ostschweizer Schützenmeister Urs Heeb, der auch alle 40er Programme ausgewertet hatte. Auch ihm gehört ein herzliches Danke.

Bericht: Erwin Grossglauser, Ressortleiter Matchmeisterschaft 10m

Fotos: Ralf Zellweger

   Rangliste Kniend

   Rangliste Stehend

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